Grenzüberschreitender Freiwilligendienst im PAMINA-Jugendnetzwerk


In Zusammenarbeit mit dem elsässischen Verband der Jugend- und Kulturhäuser (FDMJC Alsace) und dem Kinder- und Jugendzentrum Wörth am Rhein bietet der Eurodistrikt PAMINA regelmäßig Freiwilligenstellen zur Begleitung des PAMINA-Jugendnetzwerks an. Der oder die Freiwillige wird je drei Monate in einem deutschen Jugendzentrum in Wörth, einem französischen Jugendhaus in Wissembourg und im Eurodistrikt PAMINA eingesetzt und kann so die Jugendarbeit in beiden Ländern und insbesondere im grenzüberschreitenden Kontext kennenlernen. Die Stelle läuft über den französischen "service civique".
Aktuell suchen wir eine/n Freiwilligendienstleistenden für den Zeitraum Oktober 2024 bis Ende Juni 2025.
 
     Deine Aufgaben:
  • Mitarbeit in den Jugendeinrichtungen in Wörth und Wissembourg
    • offene Kinder- und Jugendarbeit
    • Organisation von deutsch-französischen Begegnungen mit Kindern / Jugendlichen aus Wörth und Wissembourg
       
  • Unterstützung und Begleitung des PAMINA-Jugendnetzwerks und dessen Projekte
  • Das Interesse der Jugendeinrichtungen für die deutsch-französischen Jugendbegegnungen wecken
  • Mitorganisation von diversen Veranstaltungen und Projekten 
     Was bringt Dir das?
  • Du bekommst einen Einblick in die Jugendarbeit in Frankreich und Deutschland 
  • Du baust deine Sprachkenntnisse aus
  • Du kannst persönliche Erfahrungen und deine eigenen Ideen einbringen
  • Du lernst wie Veranstaltungen vorbereitet und organisiert werden
  • Du sammelst Erfahrungen in der interkulturellen Zusammenarbeit
  • Du kannst deinen Freiwilligendienst als besonderes Engagement im Lebenslauf verankern
  • Du sammelst viele neue Kontakte, vor allem zu Jugendarbeitern aus der Region
    
  Detaillierte Ausschreibung  
 
     
    
Service Civique – was heißt das genau?
Der service civique ist ein französischer Freiwilligendienst, ähnlich dem FSJ oder BFD. Er steht auch jungen Europäern zwischen 18 und 25 Jahren offen. Freiwillige erhalten ein monatliches Taschengeld und Zuschüsse zu Fahrtkosten in Höhe von ca. 609€.
      
 
     
 
Wie kann ich mich bewerben?
Per E-Mail mit einem Lebenslauf und einer kurzen Beschreibung, warum du dich für den Freiwilligendienst interessierst an folgende Adresse: caera.schulz@eurodistrict-pamina.eu
 
     
 
Ich habe Fragen oder bin interessiert, an wen kann ich mich wenden?
Ansprechpartnerin: Caera Schulz
 
 
Erfahrungsbericht

Im Folgenden berichten die beiden Freiwilligen Antonia Roth und Olivia Mbonjo Ende März 2019 von ihrem grenzüberschreitenden Freiwilligendienst, den sie von Oktober 2018 bis Juni 2019 parallel absolvierten:
 
Hallo zusammen und Bonjour!

Wir sind Olivia und Antonia und möchten uns und unseren grenzüberschreitenden Freiwilligendienst beim Eurodistrict PAMINA vorstellen.

Unser Service Civique besteht aus drei Stationen, da wir in drei verschiedenen  Einsatzstellen arbeiten. Zurzeit sind wir in unserer zweiten Station beschäftigt, dem Eurodistrict PAMINA in Lauterbourg, der unsere Haupteinsatzstelle ist. Hier begleiten wir vor allem das PAMINA-Jugendnetzwerk, ein Zusammenschluss aus verschiedenen deutschen und französischen Jugendakteuren und -einrichtungen. Hauptsächlich helfen wir hier bei der Planung und Organisation der aktuellen Projekte (z.B. PAMINA-Radtour, Champions-Cup, Red Horse Festival). Das heißt, wir nehmen an Vorbereitungstreffen teil, schreiben Protokolle, bringen unsere Ideen ein und wirken an der Umsetzung mit. Unsere zwei weiteren Einsatzstellen sind Jugendeinrichtungen dieses Netzwerks: das Jugendzentrum in Wörth am Rhein und die Périscolaire in Wissembourg. So erleben wir die Kinder- und Jugendarbeit auf deutscher und französischer Seite. Da wir gleichzeitig in diesen zwei Einrichtungen eingesetzt sind, können wir außerdem Treffen zwischen den deutschen und französischen Kindern und Jugendlichen organisieren.
         
Hallo, ich bin Olivia 

und begonnen hat mein Freiwilligendienst in der périscolaire „La Ruche“ in Wissembourg. Was eine périscolaire ist fragt Ihr Euch? Keine Sorge, um ehrlich zu sein wusste ich das zu Beginn auch nicht. Zur Erklärung: Vergleichbar ist eine périscolaire auf der deutschen Seite mit einem Kinderhort.
       
Hallo, ich bin Antonia

und ich habe die ersten drei Monate meines Freiwilligendienstes im Jugendzentrum in Wörth verbracht. Kinder und Jugendliche können dort ihre Freizeit verbringen und ihren Interessen nachgehen.
 
   
Was beschreibt die ersten Wochen in der Einsatzstelle in Wissembourg am besten? Wahrscheinlich das Sprichwort: aller Anfang ist schwer.

Die Eingewöhnung an das straffe Programm der périscolaire sowie auch die Verantwortungs- und Vorbildfunktion, die man den Kindern gegenüber hat und - nicht zu vergessen - die anfänglichen Schwierigkeiten mit der französischen Sprache waren einige Hindernisse, mit denen ich zu Beginn zu kämpfen hat. Aber nach und nach lernte ich mehr dazu. Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus meiner Zeit aus Wissembourg mitgenommen habe, ist folgende: Arbeit mit Kindern ist immer Improvisation. Egal wie lange man eine Aktivität  vorbereitet - man sollte sich immer darauf einstellen, dass die Kinder gerade keine Lust haben sich einem vorbereiteten Atelier anzuschließen. Das musste auch ich sehr schnell erleben. Je besser man die Kinder kennenlernt, umso leichter fällt es einem die Kinder für ein Atelier zu begeistern und es zu leiten. Außerdem fällt es einem zunehmend leichter einen Plan B zur Hand zu haben.

Durch diese Erkenntnisse gelang es mir mich von Tag zu Tag besser in den Alltag zu integrieren, ohne dass mir jemand konkrete Anweisungen geben oder ich ständig nachfragen musste. Grundschüler und Vorschulkinder von der Schule abholen, gemeinsam mit den Kindern zu Essen, Gesellschaftsspiele spielen, basteln und malen, tanzen, Musik machen, zu kochen, Ausflüge unternehmen, Rallys u.v.m wurden so  3 Monate lang Teil meines Alltages. Durch das super freundliche Team, die Abwechslung im Alltag und nicht zu vergessen die Kinder, die mir schnell ans Herz gewachsen sind ist die Zeit in Wissembourg viel zu schnell vergangen.

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir meine Zeit in Wissembourg sehr viel Spaß gemacht hat und ich mich auf meine nächste Station im Jugendzentrum in Wörth freue!
   
Als Freiwillige habe ich die Mitarbeiter in ihrer Arbeit unterstützt. Meine Hauptaufgabe bestand darin, die Kinder und Jugendlichen im offenen Bereich zu betreuen. Dazu gehört auch das Mitwirken an den verschiedenen Aktionen, wie zum Beispiel Basteln, Kochen, diverse Ausflüge und vieles mehr. Dabei hatte ich immer die Möglichkeit, meine eigenen Ideen mit einzubringen und umzusetzen. Aber auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten haben zu meinen Aufgaben als Freiwilligendienstleistenden gehört.

Meine Arbeit im Jugendzentrum war also sehr abwechslungsreich und dadurch immer interessant. Ich hatte vorher kaum Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit, aber durch meine Tätigkeit dort habe ich gemerkt, dass mir diese Arbeit sehr viel Spaß macht. Die Kinder sind mir in dieser kurzen Zeit schon richtig ans Herz gewachsen! Ich bin wahnsinnig froh darüber, in diesen drei Monaten einen Einblick in dieses Berufsfeld bekommen zu haben. Dabei wurde ich von den Mitarbeitern immer herzlich empfangen und unterstützt. 

Kurz gesagt, die Arbeit im Jugendzentrum in Wörth hat mir wirklich gut gefallen und ich werde diese Zeit immer in guter Erinnerung behalten. Genauso freue ich mich aber auch auf meine nächste Einsatzstelle in Wissembourg und ich bin sehr gespannt, was mich dort erwartet!